Formentera - Die kleinste bewohnte Balearen-Insel

Formentera, die mediterrane Sonneninsel im westlichen Mittelmeer ist von der 5.000 Quadratkilometer umfassenden Balearen-Gruppe die kleinste der fünf bewohnten Inseln.

Erdgeschichtlich gesehen sind die Balearen vom Grunde des Mittelmeers aufragende Berggipfel. Ihre Geschichte als spanische Provinz begann in der Antike und im Verlaufe der Jahrhunderte haben zahlreiche Eroberer die Inseln beherrscht. Für Formentera bedeutete es, dass aufgrund der unsicheren Lebensumstände die Insel zweimal völlig entvölkert war.

Seit dem 18. Jahrhundert entfaltete sich auch das Leben auf Formentera kontinuierlich und heute haben knapp 9.000 Einwohner auf Formentera ihre Heimat gefunden. Auch die Hippie-Zeit ist auf Formentera ein Relikt aus der Vergangenheit, der man in San Ferran, das vor allem durch das legendäre Fonda da Pepe berühmt ist, nachhängen kann. Bob‘s Leihbibliothek mit allem, was es an Literatur über die Hippie-Bewegung gibt und regelmäßig stattfindende Hippie-Märkte halten die Erinnerungen an die wilden 50er und 60er Jahre aufrecht.

Auf Formentera genießt der Besucher heute aber in erster Linie die weiten Sandstrände mit dem türkis und smaragdgrün schimmerndem, kristallklarem Wasser, golden glitzernde Felsen, malerische Lagunen und romantische Felsenhöhlen, weite Landstriche unberührter Natur, einzigartige Lichtspiele.

Diese freundliche Naturlandschaft, die jahrhundertealten Orte, wie La Savina oder Sant Francesc, das neu entstandene Touristenzentrum Es Pujol, die durch ihr Insel-Dasein ein wenig verschlossen wirkenden Menschen mit ihrem in den ländlichen Gebieten bis heute lebendigem Brauchtum, all das ist es, was Formentera heute ausmacht.

Die Besucher kommen stets von Ibiza aus auf Formentera im Hafen von La Savina an, denn über einen Flughafen verfügt die Sonneninsel nicht. Mit dem Taxi, Bus oder Miet-KFZ geht es weiter bis zur Unterkunft. Von nun an wird Formentera am besten entlang der grünen Wander- und Radelwege entdeckt. Das überschaubare Ferienparadies Formentera ist überall schön, vor allem für die Individualreisenden, die sich nach Natur und Ruhe sehnen. Badegäste werden an den Stränden Platja de ses Illetes, Platja de Llevant, Es Pujols oder Es Caló auch die größtenteils unverbauten Uferpromenaden zu schätzen wissen.

Auch abwechslungsreiche kulinarische Erlebnisse wird man auf Formentera genießen können. Deftige Bauernküche mit frischem Gemüse und den Kräutern der Insel oder die nicht minder bekömmliche, fantasievolle Fischküche aus der fangfrischen Ware vom Vormittag werden seit einiger Zeit auch mit inseleigenen Weinen angeboten, obwohl der überwiegende Teil der Weinkarte noch von den nordspanischen Rioja-Weinen bestimmt wird. Wer zur deftigen Bauernküche ein Gerstensaft bevorzugt, findet ebenfalls eine reichliche Auswahl.

Die sportlichen Möglichkeiten auf Formentera sind neben dem Wandern und Radfahren so beliebte Aktivitäten wie Segeln, Surfen, Wasserskifahren und vor allem natürlich das Schnorcheln und Tauchen.

Die beste Reisezeit für Formentera gibt es einfach nicht, weil sich Formentera zu jeder Jahreszeit einmalig und wunderschön präsentiert. Badegästen sind die Monate Mai, Juni und September zu empfehlen.